Vorschau

Ausstellung: „A Quantum of Solids“ – Die Zentrale des BND

Vernissage

Donnerstag, 26. Juli 2018 | 19:30 Uhr

Begrüßung durch Kristina Bacht, AIT-ArchitekturSalon

Laudatio von Prof. Benedikt Schulz, Schulz und Schulz, DE-Berlin

Anwesenheit von Jan Kleihues, Kleihues + Kleihues Architekten, DE-Berlin

 

Ausstellungsdauer 27. Juli  — 13. September 2018

Vom 27. Juli bis 13. September 2018 präsentiert der AIT-ArchitekturSalon München die
Ausstellung „A Quantum of Solids – die Zentrale des BND“ des renommierten Berliner Architekturbüros Kleihues + Kleihues. Die Werkschau zeigt die wichtigsten Projekte, Bauten und Objekte des Architekturbüros, mit dem Fokus auf die Zentrale des BND.

 

›In der Architektur verstehen wir unter Solids massive, kräftige, gründlich gearbeitete und stabil gefügte Bauwerke. Natürlich spielt hier auch die »Größe« eine Rolle, es ist aber nicht nur die reine Größe eines sehr großen Bauvolumens, eines großen Raumprogramms, es ist vielleicht noch mehr die gefühlte oder die gespürte Größe, die Bedeutung eines besonderen Inhaltes.‹ (W. A. Noebel)

 

Der Begriff der Monumentalität liegt hier selbstverständlich nahe: großmaßstäbliche Gebäude, wie im Falle des Bundesnachrichtendienstes, beeindrucken mit ihrer strukturbedingten Größe. Andere Gebäude, wie etwa ein Hotelhochhaus, beeindrucken mit ihrer Eleganz, die im Auge des Gastes und Betrachters das entscheidende Kriterium darstellt. Allen ausgestellten Gebäuden gemein ist die Präzision in der Detaillierung des Natursteins, die der Monumentalität durchaus auch unvermutete Poesie verleiht.

Die Ausstellung spannt einen großen zeitlichen Bogen und präsentiert fünf entscheidende Projekte der vergangenen 20 Jahre: Das Haus am Leipziger Platz (2001), das Hotel Maritim (2005), das Hotel Concorde/Sofitel Hotel (2005/2018), die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (2016) und den Wettbewerbsgewinn des „Revolution of Dignity Museums“ (Maidan Museum) in Kiew, Ukraine (2018).

Insbesondere der - nach fast 10-jähriger Bauzeit fertiggestellte - Bundesnachrichtendienst steht im Fokus der Ausstellung, die exklusive Einblicke in ein für die Öffentlichkeit verschlossenes Gebäude erlaubt. Sie zeigt, wie die herausfordernd vielschichtige Bauaufgabe des größten Projektes der BRD nach 1945 im Inneren wie im Äußeren vom Büro Kleihues + Kleihues gelöst wurde, und gewährt den Blick auf ungeahnte Details.

Anhand ausgewählter Fotografien, Modelle und Fassadenmuster erhält man einen detaillierten wie exemplarischen Einblick in das Schaffen der Architekten, welche mit ihrer gestalterischen Kontinuität einerseits zwar formale Vernetzungen und Beziehungen der Gebäude untereinander zulassen, andererseits aber explizit das sie umgebende städtebauliche Umfeld miteinbeziehen, das jeweils sehr unterschiedliche Anforderungen an die Architektur stellt.

Als besonderes Qualitätsmerkmal von Kleihues + Kleihues gilt, Entwürfe aus dem kulturellen und funktionalen Zusammenhang zu entwickeln und die spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Ortes zu reflektieren. Ziel ist es, für jede Bauaufgabe einen adäquaten Ausdruck zu finden, der über das Notwendige hinausgeht und dem Entwurf eine eigene Identität verleiht. Funktionalität und Alterungsfähigkeit sind für das Büro die Grundvoraussetzung eines verantwortungsvollen ökonomischen wie ökologischen Umgangs mit vorhandenen Ressourcen. Entsprechend kommt der richtigen Wahl des Materials, der Detaillierung und der handwerklichen Qualität eine große Bedeutung zu.

Gemeinsam ist allen Projekten die fast ausschließliche Verwendung von Naturstein, der in den unterschiedlichen Kontexten für die Gestaltung der Fassaden zum Einsatz kommt. Daher macht die Ausstellung die verschiedenen Häuser nicht nur optisch sondern auch haptisch erfahrbar. Großformatige Fotografien renommierter Architekturfotografen werden spannungsreich „Eins-zu-Eins-Ausschnitte“ aus Naturstein gegenübergestellt, um die Details in Farbigkeit und Struktur der einzelnen Fassaden wiederzugeben.

Die Werkmonografie zur Zentrale des Bundesnachrichtendienstes, erschienen bei Hatje Cantz (2017), liegt in der Ausstellung und im Museumsshop aus.

 

Bildnachweis: Kleihues + Kleihues Architekten, BND, DE-Berlin | Foto: A.L. Obst & M. Schmieding

 

Über Kleihues+ Kleihues

Das Büro Kleihues + Kleihues wurde 1996 von Josef Paul Kleihues und Jan Kleihues mit Norbert Hensel gegründet. Es ging aus dem Zusammenschluss der Büros ‚Josef Paul Kleihues‘ (gegr. 1962) und ‚Jan Kleihues‘ (gegr. 1992) hervor. Partner sind Michael Alshut, Johannes Kressner und Götz Kern. Geschäftsführende Gesellschafter sind heute Norbert Hensel und Jan Kleihues, Büro-Standorte sind Berlin, Rorup bei Münster und Oslo.

Zu den herausragenden Projekten gehören u.a. Museumsbauten im In- und Ausland, wie beispielsweise das Museum of Contemporary Art in Chicago, die Deichtorhallen oder der Hamburger Bahnhof. In Berlin realisierte das Büro des Weiteren einige exklusive 4- bzw. 5-Sterne-Plus Hotels, u.a. das Sofitel Hotel, sowie das Maritim Kongresshotel. Außerdem zählen große Einzelhandelsprojekte, bspw. der Galeria Kaufhof Flagship-Store am Alexanderplatz, sowie Ministerien und Verwaltungsbauten wie der Neubau der Zentrale des Bundesnachrichtendiensts oder das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu den wichtigsten Projekten des Büros. Jüngst verzeichnet das Büro einen 1. Preis bei dem internationalen Wettbewerb für das „Revolution of Dignity Museum“ in Kiew/Ukraine.

 

Bildnachweis: Kleihues + Kleihues Architekten, Sofitel Hotel, DE-Berlin | Foto: Stefan Müller

 

Bildnachweis: Kleihues + Kleihues Architekten, Haus am Leipziger Platz, DE-Berlin | Foto: Stefan Müller

 

 

Termine:

26.7.2018 | 19:30 UhrEröffnung in Anwesenheit von Prof. Jan Kleihues,
 (Kleihues + Kleihues, DE-Berlin)
 Laudatio: Prof. Benedikt Schulz, (Schulz und Schulz, DE-Leipzig)
27.7.2018 | 10:00 Uhr Hochschulführung für Studierende
09.8.2018 | 16:00 UhrFührung und Vortrag mit Prof. Jan Kleihues
23.8.2018 | 18:00 UhrFührung mit Prof. Jan Kleihues
23.8.2018 | 19:30 UhrImpulsvorträge von Prof. Heike Hanada (TU Dortmund)
 Prof. Dr. h.c. Wilfried Wang (The University of Texas at Austin)
 zum Thema ›Monumentalität‹ und Podiumsgespräch

 

 

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