Alexander Brenner - Houses | 24. März - 07. April 2011

Alexander Brenner - Houses 1990-2010
Ausstellungsdauer: 25. März - 07. April 2011

Der Architekt Alexander Brenner ist vor allem bekannt für seine leuchtend weißen kubischen Wohnhäuser und Villen. Alexander Brenner studierte Architektur und Städtebau an der Universität Stuttgart. Seine Arbeiten wurden vielfach im In- und Ausland publiziert und ausgezeichnet. Unter anderem wurde sein „Haus am Oberen Berg“ für den Mies van der Rohe Award 2009 nominiert.


Der Architekt, der seit vielen Jahren an verschiedenen Hochschulen Ent­wurf und Städtebau lehrt, betrachtet seine Projekte als Ganzheit.
So plant er dann auch seine Arbeiten vom städtischen Kontext über die Außenanlagen bis hin zur Architektur. Neben der Lichtplanung werden auch alle Einbauten und Möbel von ihm für das jeweilige Projekt entworfen.

Die im AIT ArchitekturSalon gezeigten Arbeiten geben einen Querschnitt seiner Wohnbauten der letzten 20 Jahre wieder.
Die Ausstellung zeigt Projekte aus den Jahren 1990-2010, von der kom­pakten Stadtvilla auf kleinem Grund bis hin zur großen Architekturskulptur auf weitläufigem Hanggrundstück.

Zeitgleich zur Ausstellung erscheint das Buch „Alexander Brenner - Hou­ses“, eine Zusammenstellung bisher entstandener Wohnbauten.
Der Kunstkritiker und Architekturexperte der Süddeutschen Zeitung, Dr. Gottfried Knapp, schreibt in diesem Buch über die Arbeiten Brenners:
„Es dürfte derzeit kaum Architekten in Europa geben, die sich ähnlich konsequent und ähnlich formbewußt mit dem Bautypus Villa auseinander­setzen wie der Stuttgarter Architekt Alexander Brenner.

Innerhalb eines einzigen Jahrzehnts hat Brenner, der seit 1990 in Stuttgart ein eigenes Büro unterhält, eine Serie von inpiduell auf die stadträumliche Situation und die Bedürfnisse der Bewohner reagierenden Wohnbauten geschaffen, die in ihrer Formensprache, aber auch in ihrer innenarchitekto­nischen Sinnfälligkeit ohne Beispiel sein dürften.

Brenners Villen kann man als dreidimensionale Kunstwerke, als bis ins kleinste Detail durchmodellierte Wohnskulpturen deuten und erleben.
Sie geben sich nach außen mit den graphisch effektvoll eingesetzten Hori­zontalen und Vertikalen ihrer Architekturglieder und Fensterbänder, mit den weit ausladenden, schattenspendenden Vordächern, mit den inpiduell in den Raum vorstoßenden, kubisch wirksamen weißen Wänden und den großflächigen Glasfassaden als plastisch-geometrische Skulpturen, die dem organisch durchgestalteten Garten- und Freiraum kraftvoll entgegen­treten.

Ganz einzigartig aber ist die gestalterische Logik, mit der Brenner den Kubismus der Außenformen ins Innere hineinwirken läßt und auf die Ein­bauten in den Wohnräumen, den Küchen und den Bädern überträgt. In einer verblüffenden Selbstverständlichkeit sind nicht nur sämtliche Möbel in den Häusern, sondern auch alle sonstigen Gegenstände des Alltags in die stereometrische Ordnung des fein rhythmisierten Raumkontinuums eingepaßt.

Wenn es also in der Geschichte der neueren Architektur, wie oft zitiert wird, jemals etwas wie einen Stuttgarter Stil gegeben hat, dann hat die­ser Stil in den Wohnbauten Brenners eine neue, funktional höchst subtile Erfüllung erreicht.“

Ausstellungsdauer

Vernissage: 24. März 2011 | 19:30 Uhr mit einer Einführung von Dr. Gottfried Knapp, Kunst- und Architekturkritiker der Süddeutschen Zeitung.
Ausstellungsdauer: 25. März - 07. April 2011 mit einem Werkbericht von Alexander Brenner

Foto Kuhnle & Knödler, Radolfzell