Baumschlager Eberle | 13. Dezember 2012 bis 24. Januar 2013

Baumschlager Eberle Architektur | Alltag

Ressourcen schonen, Verantwortung übernehmen, Architektur als kulturellen Stellenwert bestimmen – wie ein Leitfaden ziehen sich diese Ideen durch die Arbeiten von Baumschlager Eberle. Die Ausstellung illustriert den Weg der Entwerfer von der „Stadt zum Gebäude“ anhand von Plänen, Fotografien und Modellen.

Die Entwicklung eines Architekturbüros lässt sich von außen und innen betrachten.

Von außen gesehen kann man leicht ausmachen, wie sich eine formale Haltung herausgebildet hat, welche Vorlieben an Materialien entwickelt wurden und ob eine Spezialisierung auf gewisse Bauaufgaben erfolgt ist. Wer wie Baumschlager Eberle für sich in Anspruch nimmt, eine Baulösung vom Ort der Bauaufgabe über die städtebauliche Konfiguration bis zur Konstruktion, Gestaltung der Hülle und schließlich der Funktion anzugehen – und zwar immer in dieser Reihenfolge –, für den kann Bauen nur stete Weiterentwicklung sein.

Die grundsätzliche Haltung ist  „wirkungswerte Bauten“ zu schaffen, die ökonomisch, technisch und emotional nachhaltig sind. Eine präzise Auseinandersetzung mit dem Ort und der Gesellschaft ist der Leitfaden, denn gutes Bauen ist immer Arbeiten im Kontext und Ausdruck einer Auseinandersetzung mit einem konkreten Ort. Baumschlager Eberle nennt dies eine „Architektur, die sich um Orte kümmert“.

Minimalisten sind sie nicht, zwar folgen die teilweise rigorose Klarheit, Rationalität sowie gleichzeitige Prägnanz, Strenge und Eleganz der Bauten von Baumschlager Eberle einem minimalistischen Ansatz, aber es geht den Architekten nicht um die Umsetzung eines – wenn auch hochwertigen und reduzierten, aber geschlossenen – Formenkanons, sondern um die Erneuerung der Architektur aus einem rational deduzierten Prozess. Deshalb sind und müssen ihre Lösungen je nach Ort und Aufgabe auch immer wieder anders sein. Einfachheit und Reduktion sind dabei die kategorischen Imperative ihres ästhetischen Handelns.

„Alle Projekte sind in der authentischen Sprache ihres Materials für die jeweilige Situation gedacht. Ausgereizt bis zur Perfektion“.

Lebenslauf DIETMAR EBERLE

1952
geboren in Hittisau, Bregenzerwald, Vorarlberg
1973–1978
Technische Hochschule in Wien
(Diplomabschluss bei Prof. Anton Schweighofer)
1976–1977
Arbeitsaufenthalt im Iran, Städtebaustudie
1979–1982
Arbeitsgemeinschaft Cooperative Bau- und Planungsges. m. b. H. mit Markus Koch, Norbert Mittersteiner und Wolfgang Juen
1982–1984
Arbeitsgemeinschaft Eberle-Egger
1984–1985
Arbeitsgemeinschaft Baumschlager-Eberle-Egger
1985–2010
Arbeitsgemeinschaft und Büro mit Carlo Baumschlager

Lehrtätigkeit:
1983–1988
Technische Universität Hannover, DE
1987–1989
Technische Universität Wien, Institut für Wohnbau
1989–1990
Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz
1991–1993
ETH Zürich, CH
1994
Syracuse University, New York, USA
1996–1999
TU Darmstadt, DE
ab 1999
ETH Zürich, CH, Professur für Architektur und Entwerfen
Leiter des ETH Wohnforums
2003–2005
Vorsteher der Architekturabteilung der ETH Zürich, CH

Mitgliedschaften:
Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg
Bayerische Architektenkammer
Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein
L’Ordre des Architectes et des Ingénieurs-Conseils (OAI) Du Grand-Duche de Luxembourg
The American Institute of Architects



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Ausstellungsdauer:

Vernissage: 13.12.2012 | 19:30 Uhr
Laudatio: Karlheinz Beer, 1. Vorsitzender des BDA Landesverband Bayern
20:00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung: Prof. Dietmar Eberle, Baumschlager Eberle
Werkvortrag: 16.01.2013 | 19:30 Uhr 
mit Prof. Dietmar Eberle, Baumschlager Eberle
Finissage: 24.01.2013 | 19:30 Uhr
Ausstellungsführung mit Hans Ullrich Grassmann, Baumschlager Eberle
Ausstellungsdauer: .14.12.2012 - 24.01.2013


Die Ausstellung Baumschlager Eberle Architektur | Alltag in der Presse: 
Baunetz

 

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